Warum Hungern und Verzicht nichts bringen

Auf Ernährung achtenDie Wohl meistverbreitete Annahme, dass durch Verzicht – sei es nun Hungern oder permanentes Kaloriendefizit – ein Erfolg in Aussicht ist, ist zwar nicht falsch, jedoch erfahrungsgemäß nicht langfristig erfolgreich. Doch warum?

Der erste Grund ist, dass der Körper sich einfach an die Mangelernährung gewöhnt und dann kein überschüssiges Fett mehr abgebaut wird.

Nimmt man dauerhaft zu wenig Nahrung zu sich, fährt sich der Stoffwechsel quasi hinunter. Der Körper läuft dann irgendwann auf Sparflamme und man wird müde und schlapp. Dadurch hat man einen noch niedrigeren Grundumsatz und verbrennt noch weniger Kalorien als zuvor.

Umso schlimmer ist es dann, wenn man doch mal sündigt: Der Weihnachtsschmaus landet ungebremst auf den Hüften, da sich der Körper Reserven speichern will, um in Hungerzeiten davon zehren zu können. Dabei ist es egal, ob man eigentlich noch genug Reserven hat. Der Jojo-Effekt tritt ein.

Der zweite Grund ist, weil durch strickten Verzicht die Versuchung viel zu groß ist, alles wieder schleifen zu lassen. Ein Leben lang vollständig aufs Lieblingsessen verzichten?Alle Leckereien? Das möchte wohl niemand. Dadurch wird es immer ein Auf und Ab geben, denn jeder wird mal schwach.

Das brachte mich letztendlich zu der Schlussfolgerung:

Man muss Essen um abzunehmen!

Und zwar das Richtige. Durch eine Freundin bin ich schließlich auf die LowCarb-Methode gestoßen, die bei ihr schon wahre Wunder bewirkte und mithilfe von bestimmten Lebensmitteln, sogenannte Fatburner, auch langfristig Erfolge erzielen kann.

Von kleinauf bekommen wir beigebracht, dass kohlenhydratreiche Kost wie Getreide, Kartoffeln und Reis unsere Grundnahrungsmittel sind, von denen man reichlich essen kann und dass Fett und Süßes zu vermeiden sind.

Das Problem mit den Kohlenhydraten ist jedoch folgendes: Sie werden im Körper in Zucker umgewandelt und wie jeder weiß, ist das der Dickmacher Nummer eins. Kohlenhydrate haben nicht nur eine sehr hohe Kaloriendichte (Nudeln zB. 350kal/100g), sondern treiben auch den Insulinspiegel schlagartig nach oben. Ich selbst merke das immer daran, dass ich schnell wieder Hunger bekomme und bald wieder etwas essen muss, um den Spiegel aufrecht zu erhalten. Komme ich allerdings ein paar Stunden nicht zum essen, bekomme ich Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme. Esse ich wieder, gehen die Symptome innerhalb einer halben Stunde wieder weg. Die Kohlenhydrate machen mich quasi zu einem Zuckerjunkie! Und so kommt es, dass man weiterhin viel zu viel Zucker zu sich nimmt und natürlich nicht abnimmt. Außerdem fördert Insulin die Speicherung von Fett und das ist ja genau das, was ich vermeiden will.

Wirksame Fatburner

Fatburner sind essentiell um Gewicht zu verlieren. Die aktuellsten Fatburner findet man in der Liste auf www.Fatburnerliste.com und www.Fatburnerliste.com/abnehmpillen/

Low-Carb

Diesem Problem will die LowCarb-Methode entgegenwirken. LowCarb heißt: kein kompletter Verzicht auf irgendetwas, die altbekannte Ernährungspyramide wird einfach nur völlig umsortiert. Und die Devise dabei lautet: iss dich satt!

Alles ist erlaubt, aber in völlig anderen Mengen und Verhältnissen als bisher. Die Aufgabe besteht vor allem darin, Kohlenhydrate durch Eiweiß und Fett zu ersetzen und daraus den Großteil der Energie zu ziehen. Der Körper stellt sich nach wenigen Wochen also darauf ein, Eiweiß und Fett zu verbrennen, um an Energie zu kommen.

Vorteile sind:

Durch den konstant niedrigeren Insulinspiegel entstehen keine Kopfschmerzen, keine Heißhungerattacken und die Fettspeicherung wird positiv beeinflusst.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Eiweiß und Fette deutlich sättigender sind und man so bei weniger Kalorienzufuhr genauso satt wird und nicht hungern muss.

Beispiel: 100g Hackfleisch haben eine genauso hohe Kaloriendichte wie Spaghetti (350kcal). Trotzdem wäre das Hack zu bevorzugen, da es einen verschwindend geringen Anteil an Kohlenhydraten enthält und die Kalorien durch Eiweiß und Fett bestehen. Natürlich sollte man hiervon auch nicht übermäßig viel essen, da es deutlich fettärmere Fleischsorten wie Hähnchenbrust gibt. Jedoch wären die Nudeln hier das größere Übel, da sie den Insulinpriegel nach oben treiben und schneller verdaut sind, als das Fleisch. Infolgedessen bekommt man also schneller wieder Hunger und isst auch mehr, obwohl es gar nicht nötig wäre.

Dies bedeutet nicht, dass Zucker, Brot, Müsli, Kartoffeln, Nudeln und Reis komplett vom Speiseplan verschwinden müssen. Jedoch sollten sie nur in geringen Mengen zu sich genommen und durch kalorienarme Nahrungsmittel ersetzt werden.

Nahrungsmittel mit keinem oder sehr geringem Kohlenhydratanteil und kaum Fett sind vor allem Gemüse:

Karotten, Paprika, Brokkoli, Chinakohl, Blumenkohl, grüne Bohnen, Gurken, Tomaten, Zuchhini, Pilze, Blattspinat

Auch mageres Fleisch ist ein vitaminreicher Sattmacher: Hähnchenbrust, Putenbrust, Rinderfilet.

Das sind Ihre Fatburner. Das sind die Nahrungsmittel, von denen meist gar nicht so viel gegessen werden kann, um auf seine bisherige Kalorienzufuhr zu kommen. Sehen Sie sie als Grundnahrungsmittel, an denen Sie sich satt essen können.

Mit ihnen können Lieblingsgerichte oft auf einfache Weise umfunktioniert werden.

Beispiel: Spaghetti Carbonara

Eine wahre Kalorien- und Kohlenhydratbombe! Ohne schlechtes Gewissen kann man dieses Gericht aber essen, wenn ein Teil der Spaghetti (idealerweise sogar alle) durch Zuchhini-Nudeln ersetzt werden! Diese können fertig im Supermarkt gekauft werden oder einfach selbst in Form geraspelt werden. Zuchhini haben einen sehr dezenten Eigengeschmack und können daher mit vielen verschiedenen Soßen kombiniert werden. Dabei haben sie nur 17kcal/100g und 3gr Kohlenhydrate. Wenn Sie die Carbonara dann noch mit Milch anstatt mit Sahne zubereiten, ist das sündenfreie Essen auch schon fertig. Auf leckere Gerichte muss man also keineswegs Verzichten.

Einfach ausgedrückt geht es also um drei Aspekte:

  • wenig Kohlenhydrate (zwischen 50g und 100g täglich sind ideal)
  • Kaloriendefizit
  • auf keinen Fall hungern, damit der Stoffwechsel sich nicht verlangsamt!

Essen Sie sich also immer satt! Der Stoffwechsel wird durch Verdauung angekurbelt und das brauchen sie!

Eine sehr informative Seite rund um das Thema Low-Carb mit vielen Tipps und nach Nährwertangaben sortierte Nahrungsmittellisten finden sie hier:

www.Bmi-Rechner.net/low-carb/

Gewicht wiegenFazit:

Nach jahrelangem Auf und Ab habe ich nun eine Ernährungsform gefunden, bei der ich es schaffe, sie auch durchzuhalten.

Mein Speiseplan hat sich inhaltlich nicht groß verändert: Ich kann meine Lieblingsgerichte noch immer essen (statt Hähnchenschenkel mit Reis und Gurkensalat ist es dann eben nur der Schenkel mit einer größeren Portion Salat) und durch das so entstehende Kaloriendefizit kann ich mir ab und zu sogar Schokolade gönnen.

Der einzige Nachteil dieser Ernährung: Die Kosten. Hochwertige frische Lebensmittel sind natürlich deutlich teurer als Sattmacher wie Reis und Nudeln.

Allerdings habe ich bereits 5kg abgenommen und bin seltener müde als bisher. Ich muss mich zwar zusammenreißen, habe aber nicht das Gefühl, groß verzichten zu müssen. Und das sind mir die monatlichen Mehrkosten definitiv wert.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ich diese Ernährungsform dauerhaft beibehalten kann, sodass der Jojo-Effekt ausbleiben wird. Ich kann diese Ernährungsform also jedem weiterempfehlen, der die selben Probleme hatte, wie ich.

 

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